Flossen und Maske
Flossen und Maske sind ein nicht zu verachtendes Ausrüstungsteil und die korrekte Auswahl für das technische Tauchen lebenswichtig. Sie ermöglichen Fortbewegung und das Sehen unter Wasser und sollten entsprechend vorsichtig ausgewählt werden.
Geräteflosse
Flossen sichern den Vortrieb des Tauchers unter Wasser. Jedoch wird innerhalb einer guten Ausbildung zum technischen Taucher auch das Rückwärtsschwimmen nur mit Hilfe der Flossen gelehrt. Um dieses umzusetzen, ergeben sich Anforderungen an Gestalt und Materialbeschaffenheit einer Flosse.

Die korrekte Flosse hat ein durchgehendes, nicht geteiltes Flossenblatt. Sie hat ein breites und stabiles Flossenblatt ohne "Knickbereiche" sowie ein stabiles Fussbett für Füsslinge. Hier sollte darauf geachtet werden, dass der Fuß min. zu 2/3 in dem Fussbett eingeführt werden kann, ohne den Fuss nennenswert zu quetschen. Ein zu enges Fussbett wird bei längeren Tauchgängen zu Krämpfen führen. Die Flosse hat keine keine Materialvermischungen, da diese meist die Schwachstellen der Flosse darstellen. Als Material sollte Vollgummi verwendet werden. Das hohe Gewicht dieser Flossen hilft dabei, eine gute Wasserlage zu erreichen. Unter den Namen "Jetfin", "Turtlefin" oder "Techfin" sind diese Flossen im Handel erhältlich und bieten einige Vorteile (für geübte Taucher), die moderne Flossen nicht haben.
Um zu verhindern, dass gerissene Flossenbänder oder defekte Verschlussmechanismen einen Taucher in Gefahr bringen werden sie schlichtweg entfernt. An ihrer Stelle rücken einfache Edelstahlfedern. Diese haben nebenbei noch den angenehmen Nebeneffekt dass sie ein extem schnelles Anziehen der Flossen ermöglichen. Fin Straps oder Spring Straps sind unkapputtbar und robuster als das herkömmliche Flossenband. Damit sie nicht überdehnt werden können, ist (von außen nicht sichtbar) eine Nylonschnur in der Feder, die die Dehnung begrenzt. Falls man trotzdem mit Flossenbändern taucht, werden diese abgeklebt damit sie nicht ausrutschen und herumbaumeln.
Maske
Der Sinn und Zweck einer Maske sollte jedem klar sein. Was jedoch nicht unbedingt klar ist, dass es noch eine zweite Maske, eine Ersatzmaske, geben sollte. Da einzukalkulieren ist, dass die Ersatzmaske zum Einsatz kommen kann, ist sie genauso wie die "Hauptmaske" zu konfigurieren.

Von Vorteil wäre theoretisch eine Maske mit einem möglichst geringen Innenvolumen, damit sich diese leicht ausblasen lässt. In der Praxis ist ein wirklicher Unterschied jedoch kaum spürbar. Für Brillenträger bietet sich eine zwei geteilte Maske an, die den Einsatz von optischen Gläsern ermöglicht. Viele technische Taucher setzen Tauchermasken mit schwarzem Silikon ein, letztlich ist dies nur erforderlich, wenn die vorhandene Maske unangenehme Reflexionen im Maskeninneren verursacht.
Das klassische Maskenband hat im technischen Tauchen nichts zu suchen. Der Robustheit wegen wird die Maske mit einem aus Neopren- und Klettband ausgestattet. Das ist stabiler als Silikon oder Gummi, allerdings nicht so dehnbar. Brillenträger können die normalen Gläser durch optische Gläser ersetzen, optische Gläser einkleben oder Kontaktlinsen verwenden.
Bei Tauchgängen ohne direkte Aufstiegsmöglichkeit (bei z. B. bei Deko-Tauchgängen) sollte eine Ersatzmaske mitgeführt werden. Sie wird in der Beintasche verstaut und dort durch einen Doppelender gegen Verlieren gesichert.
Damit die Maske nicht beschlägt, muss sie behandelt werden. Die Gläser neuer Masken kann man mit Zahnpaste reinigen oder man legt die Maske in die Spülmaschine. Vor dem Tauchgang kann man Spucke auf den Scheiben verreiben (das führt mit der Zeit zu "Gammel" in der Maske) oder Spülmittel 1:2 mit Wasser verdünnen und auf den Gläsern verteilen. Dann bleibt die Maske auch immer schön sauber. Man kann natürlich auch Antibeschlagmittel aus dem Fachhandel verwenden.
Schnorchel
Wozu sollte man ihn beim Tauchen brauchen? Zum Hinausschwimmen zu einem Tauchplatz? Zum Zurückschwimmen nach dem Tauchgang? Bei richtiger Tauchgangsplanung sollte für diese Zwecke immer genug Gas in der Flasche sein. Oder man schwimmt ganz entspannt auf dem Rücken. Technische Taucher füren den Schnorchel Notfalls in einer Tasche mit, jedoch nie an der Maske. Ein Schnorchel kann sich leicht verfangen un bietet "angriffsfläche" die Maske vom Kopf zu reissen.