Desinfektion von Tauchausrüstung

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Sie heissen Acinetobacter, Staphylococcus aureus und Granulicatella und begleiten nahezu jeden Tauchgang, finden sich jedoch in keinem Logbuch als Tauchpartner. Es sind nur drei von Hunderten verschiedener Bakterien- und Virenarten in unseren Tauchanzügen und Lungenautomaten. Keime wie Pilze, Bakterien und Viren übertragen weltweit teils schwerwiegende Infektionskrankheiten. Möchtest du diese, insbesondere bei Leihausrüstung, von Deinem Vorgänger erben oder gar durch das Kreislaufgerät dauernd aus einer Brutstätte für vielfältigste Bakterienarten atmen? Um ausreichend einer Ansteckung mit verschiedensten Erkrankungen vorzubeugen und das Bakterien- und Keimmilieu im Tauchequipment zu neutralisieren, sollte man seine Ausrüstung möglich regelmässig gründlich reinigen und desinfizieren.

Ausrüstungspflege

Wer sein Tauchequipment nicht pflegt und wartet, riskiert Funktionsstörungen bis hin zu Totalausfällen. Ein klemmender Reissverschluss eines Neoprenanzuges ist sicher nervig, was die Tauchsicherheit betrifft jedoch harmlos. Betrifft der „Klemmer“ einen Atemregler, kann dies tödlich enden.

Etwas Übung reicht, und man kann die meisten Mängel schon mit dem blossen Auge erkennen. Nicht jedes Teil der Tauchausrüstung ist jedoch gleich wartungsintensiv. Während bei Geräteflossen die Reinigung mit klarem Wasser und eine gelegentliche Sichtprüfung der Flossenbänder genügt, sollte das Herz der Ausrüstung, der Atemregler, in den vorgesehenen Revisionsintervallen auf dem Arbeitstisch eines entsprechenden Fachmannes liegen.